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Wozu Projektsteuerung ?

Komplexe Bauvorhaben bergen ein hohes Risikopotential für den Bauherrn. Durch die Erfahrung aus vergleichbaren Projekten kann die Projektsteuerung helfen Risiken zu minimieren, Abläufe zu optimieren und Fehler zu vermeiden. 
Problemstellungen werden frühzeitig erkannt und wirksame Gegenmaßnahmen ergriffen.

Die Projektsteuerung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten als spezialisierte Dienstleistung in der Bauwirtschaft etabliert.

Bei der Abwicklung von komplexeren Bauvorhaben übernimmt eine Projektsteuerung Aufgaben, die nach dem klassischen Verständnis vom Bauherrn erbracht werden müssten.

Aus folgenden Gründen ist die Beteiligung einer professionellen Projektsteuerung sinnvoll:

Fachwissen:
Auftraggeber sind oftmals keine Baufachleute. In der Regel sind sie mit der „Ausnahmesituation" Bauvorhaben konfrontiert.

Zeit:
Der Bauherr hat das Bauvorhaben meist zusätzlich zu seiner eigentlichen Hauptaufgabe zu bewältigen.

Komplexität:
Die technischen, funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Aspekte sind nur schwer zu überblicken und zu kontrollieren.

Transparenz:
Die Verantwortung des Bauherrn für den Projekterfolg spiegelt sich darin, dass sämtliche Entscheidungen und Maßnahmen transparent und auch nachträglich nachvollziehbar sein müssen.

Kosteneffizienz und Terminsicherheit:
Der Bauherr trägt die Verantwortung für das Vorhaben. Scheitert das Projekt aufgrund von Kostenüberschreitung, verspäteter Fertigstellung oder entsteht ein mangelhaftes Bauwerk, trägt er die Konsequenz. 
Um der Verantwortung als Bauherr und der Bauaufgabe selbst gerecht zu werden, entscheiden sich immer mehr Auftraggeber für einen loyalen externen Fachmann, der ihnen bei der Umsetzung zur Seite steht. Dies gilt in gleichem Maße für öffentliche, wie auch für private Bauvorhaben.

Leistungsverzeichnis der Projektsteuerung:

Für den Bereich der Projektmanagement-Leistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft hat die AHO-Fachkommission Projektsteuerung/Projektmanagement ein umfängliches Leistungsverzeichnis entwickelt, welches in der Baupraxis durchaus als gängig angesehen werden kann. Dieses Leitungsbild Projektsteuerung ist in fünf Projektstufen und in vier Handlungsbereiche aufgeteilt.

Die Projektstufen gliedern sich wie folgt:

Jede der vorgenannten Projektstufen ist in fünf Handlungsbereiche unterteilt, nämlich: 

  1. Organisation, Information, Koordination und Dokumentation
  2. Qualitäten und Quantitäten
  3. Kosten und Finanzierung
  4. Termine, Kapazitäten und Logistik
  5. Verträge und Versicherungen
Die Projektstufen nach AHO lassen sich mit den Leistungsphasen der HOAI folgendermaßen vergleichen:
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